Birth Of A Nation - in der Reihe: Black Lives in America

Die afroamerikanische Bevölkerung steht nicht erst seit der Wahl von Donald Trump wieder im Mittelpunkt politischer und kultureller Auseinandersetzungen. In mehreren Städten starben in den Vorjahren junge Schwarze durch Polizeigewalt, was zu landesweiten Protesten führte. Aus den zahlreichen Kundgebungen formierte sich die Bewegung #blacklivesmatter, mit der sich Sportler, Künstler und andere Prominente solidarisch erklärten. Inzwischen hat die Diskussion über den bereits als überwunden geglaubten Rassismus in den USA eine breite Öffentlichkeit erreicht. Auch das Kino hat reagiert. Wurde bei den Oscars 2016 noch moniert, dass kaum afroamerikanische Filmschaffende nominiert oder ausgezeichnet wurden, entstanden über die letzten Monate hinweg eine Vielzahl von beachtenswerten Filmen, inklusive einiger Nominierungen. Eine repräsentative Auswahl dieser aktuellen Filme zeigen wir in unserer Reihe Black Lives In America mit jeweils anschließendem Filmgespräch. 

Der letzte Film in der Reihe Black Lives in America

Birth Of A Nation USA 2016 | R: Nate Parker | 120 Min. | FSK 16 | engl. OmU (Filmgespräch: Dr. Katharina Gerund)

Der Süden der Vereinigten Staaten von Amerika, 30 Jahre vor dem Bürgerkrieg: Nat Turner (Nate Parker) ist ein gebildeter Prediger, der als Sklave unter Samuel Turner (Armie Hammer) lebt. Der Sklavenhalter steht kurz vor dem Bankrott, als er ein Angebot erhält, das viel Geld verspricht: Nats Fertigkeiten als Prediger sollen dazu missbraucht werden, Sklaven unter Kontrolle zu bekommen, die Widerstand leisten. Der Priester wird zum Handlanger seines eigenen Unterdrückers und muss viele Grausamkeiten ertragen bzw. mitansehen. Es trifft ihn, es trifft seine Freunde und es trifft seine Frau Cherry (Aja Naomi King). Die anhaltenden Demütigungen treiben Nat schließlich zu einer radikalen Entscheidung: Er führt einen Aufstand herbei, in der Hoffnung, endlich allen Sklaven die Freiheit zu ermöglichen…

In den USA sorgte Nate Parkers epischer Film über den Aufstand der Sklaven unter Nat Turner für weitreichende Diskussionen die deutlich machten, dass die Konflikte von damals immer noch nicht ad acta gelegt sind.

In Kooperation mit Casablanca Kino e.V.

Eintritt 8,- € / erm. 5,50 € (DAI-Fördermitglieder, Mitglieder Casa e. V., Schüler, Studenten, Schwerbehinderte, Nürnberg-Pass-Inhaber)

Ticketreservierungen:

Tel. 0911/45 48 24

reservierung@casablanca-nuernberg.de

Alle Filme: engl. OmU

Alle Filmgespräche: dt. Sprache

13. April 2017
19:00 – 22:30

Veranstaltungsort:

Casablanca
Kopernikusplatz, Brosamer Straße 12
90459 Nürnberg

http://www.casablanca-nuernberg.de/
info@casablanca-nuernberg.de