Moonlight - in der Reihe: Black Lives in America

Die afroamerikanische Bevölkerung steht nicht erst seit der Wahl von Donald Trump wieder im Mittelpunkt politischer und kultureller Auseinandersetzungen. In mehreren Städten starben in den Vorjahren junge Schwarze durch Polizeigewalt, was zu landesweiten Protesten führte. Aus den zahlreichen Kundgebungen formierte sich die Bewegung #blacklivesmatter, mit der sich Sportler, Künstler und andere Prominente solidarisch erklärten. Inzwischen hat die Diskussion über den bereits als überwunden geglaubten Rassismus in den USA eine breite Öffentlichkeit erreicht. Auch das Kino hat reagiert. Wurde bei den Oscars 2016 noch moniert, dass kaum afroamerikanische Filmschaffende nominiert oder ausgezeichnet wurden, entstanden über die letzten Monate hinweg eine Vielzahl von beachtenswerten Filmen, inklusive einiger Nominierungen. Eine repräsentative Auswahl dieser aktuellen Filme zeigen wir in unserer Reihe Black Lives In America mit jeweils anschließendem Filmgespräch. 

Der zweite Film der Reihe Black Lives in America:

Moonlight USA 2016 | R: Barry Jenkins | 107 Min. | FSK 0 | engl. OmU Nominiert für acht Oscars 2017. (Filmgespräch: Stephen Koetzing, M.A.)

Der neunjährige Chiron, genannt „Little“ (Alex R. Hibbert) spricht nicht viel. Er frisst den Kummer in sich hinein, den seine alleinerziehende Mutter Paula (Naomie Harris) mit ihrer Cracksucht verursacht. Es braucht eine Ersatzfamilie, den Drogenhändler Juan (Mahershala Ali) und dessen Freundin Teresa (Janelle Monáe), damit sich der Junge langsam öffnet. Als Teenager hat Chiron dann starke Probleme an der Highschool – weil er anders ist, mit seinem besten Kumpel und Schulkameraden Kevin (Jharrel Jerome) die ersten homosexuellen Erfahrungen macht. Schließlich, mit Ende 20, hat Chiron die Opferrolle abgelegt. Er nennt sich Black und macht sein Geld als Drogendealer. Ein überraschender Anruf von Kevin (André Holland) aber löst etwas in ihm aus: Der Freund von früher, inzwischen ein Koch, bittet Black, ihn in Miami zu besuchen…

Barry Jenkins erzählt das bewegende Portrait eines jungen Afroamerikaners, der in einer ihn ausgrenzenden Gesellschaft langsam zu sich selbst findet.

Weitere Filme in der Reihe Black Lives in America:

Do, 23.3., Do Not Resist  USA 2016 | R: Craig Atkinson | 72 Min. | FSK o. A. | engl. OmU (Filmgespräch: Dr. Katharina Gerund)

Do, 13.4., Birth Of A Nation  USA 2016 | R: Nate Parker | 120 Min. | FSK 16 | engl. OmU (Filmgespräch: Dr. Katharina Gerund)

In Kooperation mit Casablanca Kino e.V.

Eintritt 8,- € / erm. 5,50 € (DAI-Fördermitglieder, Mitglieder Casa e. V., Schüler, Studenten, Schwerbehinderte, Nürnberg-Pass-Inhaber)

Ticketreservierungen:

Tel. 0911/45 48 24

reservierung@casablanca-nuernberg.de

Alle Filme: engl. OmU

Alle Filmgespräche: dt. Sprache

09. März 2017
19:00 – 22:30

Veranstaltungsort:

Casablanca
Kopernikusplatz, Brosamer Straße 12
90459 Nürnberg

http://www.casablanca-nuernberg.de/
info@casablanca-nuernberg.de